Von der Lindenstraße nach Verona- ein besonderer Projekttag der 10. Klassen
Ein Tag, zwei Eindrücke!
Am 17. Juni 2025 begaben sich die 10.Klassen unserer Schule auf eine Projektfahrt, die unterschiedlicher kaum hätte sein können.
Am Vormittag der Besuch in der Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam und am Abend tauchten sie in die Welt von Romeo und Julia im Theater des Westens in Berlin ein.
Im Folgenden berichten die Schülerinnen und Schüler selbst von ihren Eindrücken:
Die Gedenkstätte Lindenstraße
Im Rahmen der Projektwoche besuchte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen unserer Schule die Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam, begleitet von den Klassenleiterinnen und Klassenleitern. Der Tag war passend gewählt, denn am 17.Juni 1953 fand in der DDR ein großer Volksaufstand statt.
Heute ist das einstige Untersuchungsgefängnis eine multimediale Dauerausstellung, die die Geschichte der Inhaftierten dokumentiert.
Für uns persönlich war der Besuch ein unauslöschliches Erlebnis, das sich unheimlich vom Geschichtsunterricht unterscheidet. Obwohl unsere Geschichtslehrerin uns vieles erklärt hat, sogar das, was nicht in Geschichtsbüchern steht, versetzt man sich, wenn man dem Guide zuhört, in die Lage der Opfer. Es fühlt sich an diesem Ort mehr wie Wirklichkeit an. Die Atmosphäre in den ehemaligen Gefängniszellen ist beklemmend und macht die Leiden der Inhaftierten spürbar. Wir zuckten innerlich zusammen, wenn wir uns vorstellten, dass hier Menschen gefoltert und ermordet worden sind.
Tief beeindruckt hat uns das Gespräch mit dem Zeitzeugen Herrn Richter, der von seiner Verhaftung bei einem Fluchtversuch aus der DDR erzählte.
Diese Gedenkstätte ist ein sehr wichtiges Heiligtum und der Beweis dafür, was Menschen in Diktaturen ertragen mussten. Sie sind auch ein Zeichen dafür, dass man Kriege und Diktaturen um jeden Preis vermeiden muss.
Bericht zum Projekttag: „Romeo und Julia- Liebe ist alles“
Am 17. Juni 2025 hatte der Jahrgang 10 die Möglichkeit an einem Ausflug zum Musical „Romeo und Julia- Liebe ist alles“ teilzunehmen.
Für uns war es etwas ganz Besonderes- weg vom Unterricht, hin zu Kreativität, Musik und Schauspiel.
Schon die Ankunft im Theater war für viele aufregend. Als der Vorhang sich dann hob, waren wir sofort in der Geschichte. Die moderne Umsetzung von Shakespeares Klassiker hat uns alle überrascht. Die Sprache war verständlich, die Musik emotional und mitreißend und die Darstellerinnen und Darsteller haben die Gefühle der Figuren so intensiv gespielt, dass man richtig mitfühlen konnte.
Besonders beeindruckt hat uns, wie das Musical ernste Themen wie Hass, Vorurteile, aber auch die Kraft der Liebe nahbar gemacht hat. Auch die Musik blieb vielen von uns im Kopf.
Der Song „Liebe ist alles“- Rosenstolz- weckte viele Erinnerungen an die Sängerin Anne, die vor kurzem gestorben ist. Um besonders an sie zurückzudenken, sangen alle im Saal gemeinsam mit. Wir tanzten und sangen. Es hat uns sehr überrascht, wieviel Freude ein Lied erzeugen kann. Das war ein magischer Moment.
Was diesen Tag besonders gemacht hat, war nicht nur ein Teil, sondern auch die gemeinsame Zeit als Klasse. Als Jahrgang haben wir uns alle gut verstanden. Es war ein Erlebnis, über das wir auch in Zukunft noch reden werden.